Was tun gegen Schlupfwarzen?

Die weibliche Brust ist nicht einfach nur ein Körperteil, auf den sich alle Blicke richten, sondern trägt auch erheblich dazu bei, wie sich eine Frau fühlt. Viele machen ihr Selbstwertgefühl davon abhängig, sodass Unzufriedenheit mit den Brüsten zu weniger Selbstbewusstsein oder sogar zu Minderwertigkeitsgefühlen und Depressionen führen kann. In einigen Fällen ist das Problem nicht nur ästhetischer und emotionaler Natur, sondern ruft körperliche Beschwerden hervor. Man nehme nur einmal die Schlupfwarzen, unter denen nicht wenige Frauen leiden.

Tipps gegen SchlupfwarzenDie Brustwarze: Form und Funktionen

Frauen wurden von der Natur mit Brustwarzen ausgestattet, um das Stillen zu ermöglichen. Die Babys saugen hieran, um mit Muttermilch versorgt zu werden. Außerdem sind die Warzen recht sensibel und reagieren auf Berührung und Stimulation, weshalb sie im Sexualleben eine wichtige Rolle übernehmen und mindestens genauso wichtig sind wie die Brüste an sich, wenn nicht sogar wichtiger. Von Haus aus stehen die Brustwarzen leicht oder deutlich hervor, wobei sie sich durch Reize wie Kälte aufrichten und verhärten. Die genaue Form, Größe und Farbe von Warzen und Warzenhof variiert von Frau zu Frau, wobei manche Frauen mit zu großen Brustwarzen oder mit eingezogenen (nach innen statt außen gerichteten) Brustwarzen zu kämpfen haben. Letzteres Phänomen ist teilweise mit Schmerzen und Entzündungen verbunden. Leidet man unter Schlupfwarzen, die auch als Hohlwarzen bezeichnet werden, beeinträchtigt dies zudem das sexuelle Lustempfinden sowie die Stillfähigkeit.

Ursachen für Schlupfwarzen

Im Gegensatz zu anderen Problemerscheinungen bei der Brust wie dem Hängebusen, zu großen oder zu kleinen Brüsten gibt es nur eine einzige Ursache für die Schlupfwarze (einseitig oder beidseitig): verkürzte Milchgänge. Sie sind angeboren und werden nicht durch bestimmte Verhaltensweisen oder Substanzen hervorgerufen oder verstärkt. Die unzureichende Länge der Kanäle, welche die Muttermilch durch die Brust leiten, verhindert das nach außen gerichtete Wachsen der Brustwarze. Die Warzen sind trichterförmig ins Brustinnere hinein gestülpt und richten sich nicht auf. Das hat zur Folge, dass Säuglinge beim Stillen nur schwer oder gar nicht Nahrung aufnehmen können. Sich erst spät entwickelnde (einseitige) Hohlwarzen mit permanenter Einziehung können auch ein Anzeichen von einem Mammakarzinom sein. Untersuchungen stellen sicher, ob es sich rein um einen ästhetischen Makel handelt, ob ein hohes Entzündungsrisiko besteht oder ob es sich wirklich um ein Brustkrebs handelt. Manchmal ist die Schlupfwarze nicht genetisch bedingt oder ein Symptom von Mammakarzinom, sondern eine Nachwirkung von Brustkrebs oder von Vernarbungen.

Hilfe bei Schlupfwarzen

Bei einigen Problemen mit dem Busen gibt es Mittel und Wege, um Abhilfe zu schaffen, wie z. B. das Tragen eines stützenden BHs, gymnastische Übungen, Massagen oder eine bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung. Sicher ist eine gesunde Lebensweise an sich von Vorteil, doch Schlupfwarzen beheben kann man so nicht.

Es gibt jedoch ein Hilfsmittel gegen Hohlwarzen, das Erfolg verspricht: Viele versuchen, Schlupfwarzen per Niplette zu bekämpfen. Es handelt sich hierbei um kleine Hütchen aus Plastik, die man auf die Warzen setzt. In die Nipletten sticht man eine Spritze, um ihnen die Luft zu entziehen. Diese Saugbewegung gemeinsam mit dem erzeugten Umgebungsdruck zieht die Brustwarzen in das Hütchen hinein und damit aus dem Körper heraus. Es ist wichtig, die Nipletten mehrere Tage bis Wochen einige Stunden am Stück zu tragen. Das Tragen der Hütchen empfiehlt sich speziell vor und während der Schwangerschaft, um die spätere Stillfähigkeit zu verbessern.
Die Nutzung einer Niplette oder eines damit verwandten Brustschildes wird als konservative Methode bezeichnet. Es geht darum, die verkürzten Milchgänge zu verlängern, wobei ein operativer Eingriff nicht notwendig ist. Nipletten kann man nach Absprache mit dem Frauenarzt verwenden, wobei sie in der Apotheke erhältlich sind. Die Erfolgschancen der Verwendung von Unterdruck sind hoch, aber die Methode ist nur für die zeitweise Ausstülpung (für das Stillen) geeignet. Das Massieren der Brüste mag ebenfalls hilfreich sein, denn es regt die Durchblutung des Gewebes an.
Will man nicht die Niplette als Abhilfe gegen Schlupfwarzen einsetzen, bietet sich eine weniger konventionelle Methode an: ein strategisch platziertes Brustwarzen-Piercing. Piercings werden so in die Warzengegend eingesetzt, dass die eingezogenen Warzen ein wenig nach vorne gezogen werden. Die Frau muss das durch ein minimal-invasives Verfahren eingesetzte Brustwarzen-Piercing nicht auf Dauer tragen, denn es wird vom Arzt so platziert, dass die Warzen auch nach der Abheilung aufgerichtet sind und nach außen weisen.

Die operative Korrektur von Schlupfwarzen

Wer unter entzündeten und schmerzenden Brustwarzen leidet oder die unattraktiven Brüste als psychische Belastung empfindet, der sollte sich für eine Schlupfwarzen-Operation entscheiden. Die eben erwähnte Korrektur per Piercing ist eine Möglichkeit und für all jene Frauen vorzuziehen, die sich eine gute Stillfähigkeit wünschen. Man kann sich aber auch für eine Schönheitsoperation entscheiden, bei der der Chirurg die Warzenregion nach Wusch modelliert. Diese Schlupfwarzenkorrektur ist für alle betroffenen Frauen gedacht, denen es nicht mehr in erster Linie um die Stillfähigkeit, sondern um schöne und ästhetische Brüste geht. Denn durch die Operation können Milchkanäle dauerhaft geschädigt werden. Eine Kombination von Op und – meist vorübergehendes – Piercing ist ebenfalls eine Option bei sehr hartnäckigen Befunden.

Wenn Sie unter Hohlwarzen leiden und konservative Methoden nicht die gewünschten Ergebnisse bieten bzw. Sie dauerhaft aufgestülpte Brustwarzen wünschen, sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Wir weisen Ihnen den Weg zu schönen Brüsten und erklären Ihnen in einem persönlichen, detaillierten Beratungsgespräch, welche Art der Brustkorrektur für Sie am besten geeignet ist. Dr. Pejman Boorboor nimmt sich Ihnen als hochqualifizierter Facharzt für die plastische und ästhetische Chirurgie an und verhilft Ihnen zum Wunschergebnis. Näheres zu den Behandlungsmöglichkeiten und Operationstechniken finden Sie hier im informativen Überblick nochmals zusammengefasst.

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