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Brustvergrößerung mit Eigenfett in Hannover

Brustvergrößerung mit Eigenfett in Hannover: In diesem sehr ausführlichen Beratungs- und Einwilligungsbogen werden die wichtigsten Punkte zum Thema Brustvergrößerung mit Eigenfett angesprochen…

Aufklärungsgespräch

Ich bin am unten erwähnten Datum im Rahmen eines persönlichen Aufklärungsgesprächs durch den Operateur über die Methode der Liposuktion und den Brustaufbau mit Eigenfett informiert worden.

 Risiken/Komplikationen der Liposuktion

Grundsätzlich ist die fachlich korrekt durchgeführte Fettbasaugung ein sehr risikoarmer Eingriff. Kein noch so erfahrener Arzt kann allerdings die absolute Risikofreiheit seiner Behandlung garantieren. Mögliche, aber extrem selten auftretende Komplikationen während der Operation können sein: Kreislaufinstabilität, Verletzung von Blutgefäßen, Nerven oder inneren Organen oder das Auftreten von allergischen Reaktionen. Nach dem Eingriff können gelegentlich vorübergehend Blutergüsse auftreten, selten kann es zur Bildung von Seromen (Flüssigkeitsansammlungen) kommen, die sich aber in den allermeisten Fällen innerhalb einiger Wochen zurückbilden. Extrem selten ist das Auftreten von Thrombosen, Lungenembolien, Fettembolien, massiven Blutungen oder die bleibende Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Operationsgebiet oder im Körper. Infektionen sind bei jedem operativen Eingriff möglich, kommen nach einer Liposuktion aber sehr selten vor. Eine ausgesprochen selten auftretende Komplikation kann das Absterben von Haut oder das Auftreten einer Wundheilungsstörung sein. Narben im Bereich der Einstichstellen können in seltenen Fällen über längere Zeit vermehrt sichtbar sein.

Bei Patientinnen in höherem Alter und/oder eher schlaffem Bindegewebe muss mit einer längeren Rückbildungszeit gerechnet werden. Bei korrekter Technik ist das Zurückbleiben von Dellen oder Furchen praktisch ausgeschlossen. Selten (in weniger als 5% der Fälle) ist eine Nachbehandlung an Stellen notwendig, wo unter Umständen etwas zu wenig Fett entfernt worden ist.

 

Risiken/Komplikationen des Brustaufbaus mit Eigenfett

Beim Brustaufbau mit Eigenfett überlebt ein Teil der Fettzellen die Verpflanzung nicht und wird vom Körper wieder abgebaut. Das Hauptrisiko bei einer Vergrößerung mit Eigenfett wird in der Einschmelzung von nicht eingeheilten Fettzellen mit der Folge von ölhaltigen Zysten gesehen, wenn sehr viele Fettzellen zusammenklumpen und der Körper sie damit nicht mehr beseitigen kann. Durch unsere Technik mit der feinen Verteilung im Gewebe kann dieses Risiko weitgehend vermieden werden. Bei 5 % der Patientinnen können kleine Verkalkungen auftreten, die sich aber in der Mammografie eindeutig als gutartig erkennen lassen. In seltenen Fällen kann es zu einer Entzündung (direkt nach der Operation) kommen, die aber in der Regel durch Antibiotika beherrscht wird. Nur im extrem ungünstigen Fall ist mit Abszessbildung mit der Notwendigkeit der operativen Behandlung zu rechnen. Diese Folgen können bei jeder Operation an der Brust, auch bei einer Vergrößerung der Brust mit Silikonimplantaten auftreten.

 

Verlauf nach der Operation bezüglich Fettabsaugung

– Austreten von leicht rötlich gefärbter Anästhesie-Flüssigkeit über maximal 24h;

– eventuell minimale Zunahme des Körpergewichts über einige Tage wegen vorübergehender Wassereinlagerungen;

– möglicherweise leichte Beinschwellung: 1-2 Wochen;

– eventuell Bluterguss bzw. Hämatom: 1-2 Wochen;

– vermehrte Empfindlichkeit auf Berührung oder Druck: 2-4 Wochen;

– leichte Rötung der Hautschnitt-Narben: 2-6 Monate, manchmal bis zu 1 Jahr;

– Schwellungen, Verhärtungen, verminderte Sensibilität: über 2-3 Monate;

– Hautfalten (nur bei Entfernung großer Fettmengen im Bauchbereich): 1-2 Jahre;

 

Verlauf nach der Operation bezüglich Eigenfett-Brustaufbau

– Die Schmerzen im Bereich der Brüste sind eher weniger als im Bereich der abgesaugten Stellen;

– selten Bluterguss bzw. Hämatom und leichtes Spannungsgefühl: zirka 1-2 Wochen;

– nach zirka 1-2 Wochen bildet sich die Schwellung zurück;

– ab der 4. bis 5. Woche ist das Endvolumen erreicht;

– bis zum 6. Monat resultiert noch ein minimaler Gewebeschwund des eingebrachten Volumens.

 

Resultat bezüglich Fettabsaugung

Das definitive Resultat ist nicht vor 6 Monaten zu erwarten. Sportliche Inaktivität, deutliches Übergewicht, höheres Alter, generell schlaffes Gewebe, ausgeprägte Cellulite, größere Voroperationen im Bereich der behandelten Regionen, starke Neigung zu Keloidbildung (überschießende Narbenbildung) sind Faktoren, welche bei der Beurteilung des Endresultates mitberücksichtigt werden müssen.

Vor der Operation schon bestehende Unebenheiten, Dellen oder Einziehungen (z.B. im Rahmen einer Cellulite) können in den meisten Fällen durch eine Fettabsaugung gebessert werden, lassen sich aber nicht immer vollständig ausgleichen. An gewissen “kritischen Stellen” (z.B. Oberschenkel innen, Übergang Gesäß/Oberschenkel hinten, Bauchnabelregion) lassen sich auch bei fachgerechter Technik gewisse Unebenheiten oder Asymmetrien nicht ganz immer vermeiden. Dies trifft insbesondere bei älteren, übergewichtigen und wenig Sport treibenden Patientinnen mit Neigung zu schlaffem Bindegewebe zu.

Sehr ausgeprägte Fettpolster bei deutlich übergewichtigen Patientinnen lassen sich nicht in jedem Fall in einer Sitzung behandeln. So kann es vorkommen, dass nach 1-2 Jahren unter Umständen eine weitere Liposuction angezeigt ist.

In Abhängigkeit von Alter, Gewebebeschaffenheit, Größe der Fettpolster, Körpergewicht, sportlichen Aktivitäten etc. kann nicht in jedem Fall das gewünschte Resultat zu 100% garantiert werden; es kann somit nie ganz ausgeschlossen werden, dass eine Diskrepanz zwischen „Wünschbarem“ und „medizinisch Machbarem“ bestehen bleibt.

Damit die Haut verschieblich bleibt, die Durchblutung später nicht eingeschränkt wird und ein natürliches, harmonisches Ergebnis erzielt werden kann, muss in jedem Fall eine Rest-Fettschicht belassen werden. So kann es vorkommen, dass die störenden Rundungen zwar reduziert worden sind, je nach subjektivem Empfinden aber unter Umständen immer noch als etwas zu prominent empfunden werden. An gewissen Stellen (z.B. Oberbauch oder Flankenpartie) hat das Gewebe oft einen höheren Anteil an derbem Bindegewebe, das sich im Vergleich zum Fettgewebe weniger gut absaugen lässt. Aus diesem Grund lassen sich diese Stellen nicht immer ganz im gewünschten Masse reduzieren.

 

Resultat bezüglich Eigenfett-Brustaufbau

In einer Sitzung können pro Seite, je nach Größe und Konsistenz der Brüste, zirka 100-250ml Fett infiltriert werden. Das eingebrachte Volumen setzt sich zu 75% aus Fettzellen und zu 25% aus Wasser zusammen (dieser Wasseranteil ist wichtig, damit das Fett schonend und gleichmäßig verteilt werden kann). Zirka 70% der Fettzellen wachsen definitiv ein, der dauerhafte Volumengewinn liegt somit bei gut 50% des eingebrachten Volumens (je nach Situation 50-140ml pro Seite).

Dies kann etwa einer halben Körbchengröße entsprechen. Je nach Situation kann es sein, dass zwei oder gar drei Sitzungen im Abstand von je mindestens 5-6 Monaten nötig sind, um das gewünschte Resultat zu erreichen. Voraussetzung dazu ist aber, dass genügend Fettpolster vorhanden sind, um ausreichend Fett gewinnen zu können.

Beim Brustaufbau mit Eigenfett geht es in erster Linie um eine möglichst natürliche, harmonische Formung der Brüste, ohne Narben und ohne Fremdmaterial (prallere, weiblichere, besser geformte Brüste). So gesehen kann die Technik nicht mit den möglichen Volumenvermehrungen bei Silikon-Implantaten verglichen werden. Frauen, denen es von vorne herein um eine möglichst große Brustvergrößerung in nur einer Operation geht, sind für das Verfahren nicht geeignet. Ideal sind diejenigen Damen, die von einer Liposuktion profitieren und nicht primär eine starke Brustvergrößerung wünschen.

 

Unterstützende Maßnahmen

Eine vernünftige Diät, ausreichende sportliche Betätigung, eine gesunde Lebensweise, die regelmäßige Anwendung von Hautpflegeprodukten und lokale Massagen sind – neben der eigentlichen Liposuction-Operation – weitere wichtige Maßnahmen zur Erreichung eines optimalen Endresultates im Bereich der abgesaugten Stellen. Allfällige spätere Gewichtsreduktionen können auch einen Einfluss auf das Brustvolmen haben.

 

Zusätzliche individuelle Informationen

– Ein ästhetisch zu 100% befriedigendes Resultat können Sie mit einer Liposuktion nicht in jedem Fall sicher erwarten;

– Das Endergebnis ist nicht allein von der “Kunst“ des Operateurs abhängig, das Ausmaß des Ausgangsbefundes, die individuelle Wundheilung und die Gewebebeschaffenheit spielen ebenfalls eine große Rolle;

– Eine 100%ige Fettreduktion ist weder möglich noch gewollt. Um Komplikationen zu vermeiden, muss in jeden Fall eine Rest-Fettschicht von mindestens 0,5-1,5 cm belassen werden;

– Eine Liposuktion kann Diät und Sport nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen;

– Bei Übergewicht kann keine Gewichtsreduktion garantiert werden;

– Es kann keine neue Kleidergröße versprochen werden;

– Das Auftreten Unebenheiten kann je nach Gewebebeschaffenheit nicht ganz 100% ausgeschlossen werden;

– Asymmetrien können in gewissem Grade, aber nicht immer vollständig, ausgeglichen werden

– Je nach Ausmaß und Anzahl der zu behandelnden Regionen lassen sich mehrere Ihrer Wunschzonen nicht in einer Sitzung behandeln;

– Ein verzögerte Heilungsverlauf (Blutergüsse, Schwellung, Beschwerden) kann nicht 100%ig ausgeschlossen werden;

– Die 3mm langen Hautschnittchen können manchmal über längere Zeit sichtbar bleiben.

 

Folgende Faktoren könnten unter Umständen das Ergebnis ungünstig beeinflussen

– Alter und/oder eher weiches, ausgedehntes, schlaffes Gewebe;

– wenig körperliche Betätigung (Sport);

– übermäßiges Rauchen;

– Übergewicht, starke Gewichtschwankungen oder eine Gewichtsreduktion nach Übergewicht;

– vorangegangene Schwangerschaft(en);

– Vorbestehende Dellen, Unebenheiten, Narben, Einziehungen oder Seitenunterschiede;

– wenn der Anteil des behandelbaren Unterhautfettgewebes gering ist, kann nur relativ wenig Fett abgesaugt werden und der Unterschied vorher/nachher ist daher weniger ausgeprägt.

 

Eigenfett-Brustaufbau

– Falls relativ wenig ausgeprägte Fettpolster als „Spenderzone“ vorhanden sind (Body Mass Index unter 19,5), kann unter Umständen nicht die maximal mögliche Menge an Fett für den Brustaufbau gewonnen werden. Der Volumenzuwachs der Brüste kann dadurch beschränkt sein;

– Wenn die Brüste relativ klein und straff sind und weil die verpflanzten Fettzellen nicht komprimiert werden dürfen, kann der maximal mögliche Volumenzuwachs nicht in einer Sitzung erzielt werden;

– Innerhalb von 4-5 Wochen reduziert sich das Volumen des verpflanzten Fettes (25% Wasser, 25% nicht angewachsene Fettzellen). Beispiel: bei 250ml verpflanztem Fett verbleiben beträgt der definitive Volumenzuwachs zirka 125-150ml pro Seite;

– Falls Sie eine weitergehende Brustvergrößerung wünschen und falls noch genügend große Fettpolster vorhanden sind, können zusätzliche Transfer-Operationen angeboten werden;

– Die Form und die Lage der Brustwarzen wird durch den Eingriff nicht verändert;

– In zirka 5% der Fälle können 2 Jahre nach der Operation kleine Verkalkungen nachgewiesen werden, welche sich aber in der Mammografie als gutartig erkennen lassen;

– Als Ausgangsbefund ist vor der Operation die Durchführung einer Mammografie/Ultraschalluntersuchung zwingend. Ohne diese Untersuchungen darf kein Eigenfettbrustaufbau durchgeführt werden.

 

Spezielle Bemerkungen zu einzelnen Fettabsaugungszonen

Bauch

– Um Unregelmäßigkeiten der Hautoberfläche zu vermeiden und ein unnatürliches Aussehen zu verhindern, muss die Rest-Fettschicht mindestens 1-1,5 cm betragen, dies muss bei der Beurteilung des Unterschiedes vorher/nachher berücksichtigt werden;

– Bei ausgeweiteter und schlaffer Bauchdeckenmuskulatur ist ein weniger ausgeprägtes Ergebnis zu erwarten;

– Das Fett, welches innerhalb des Bauchraumes lokalisiert ist, kann nicht abgesaugt werden;

– Bei sehr ausgeprägten Unterhaut-Fettpolstern können in einer Operation 60-70% der Fettschicht abgesaugt werden. Je nach Wunsch ist eine weitere Operation zu planen;

– Im Oberbauchbereich muss möglicherweise mit einem kleineren Rest-Fettpolster gerechnet werden, weil das Fett hier derb und mit Bindegewebe durchzogen ist;

– Der Bauchnabel kann nach der Liposuction vermehrt spür- und sichtbar sein;

 

Oberschenkel außen (Reiterhosen)/Hüften und Taille

– Bei ausgeprägten Fettpolstern oder breitem Becken/Oberschenkelknochen muss mit Restpolster gerechnet werden;

– Eine gerade Silhouette lässt sich nicht erzielen und würde auch nicht dem Bild einer harmonischen, weiblichen Figur entsprechen;

 

Oberschenkel innen/Oberarme

– Das Absaugen muss dosiert erfolgen, da sonst die Gefahr einer schlaffen Haut besteht. Der Unterschied vorher-nachher ist weniger ausgeprägt;

– Die Oberschenkel-Innenseiten berühren sich auch nach der Operation weiterhin;

 

Waden

– Die Unterhaut-Fettschicht ist hier relativ dünn, der Wunsch nach schlanken Waden kann nur bedingt erfüllt werden.

 

Zusammenfassende Informationen

Ich bestätige, dass ich über die oben erwähnten Punkte von Dr. Boorboor im Rahmen eines persönlichen Aufklärungsgespräches informiert worden bin. Ich konnte dabei alle mich interessierenden Fragen stellen. Ich akzeptiere, dass in Bezug auf das Resultat der Liposuktion durch Dr. Boorboor keine 100%ige definitiven Aussagen gemacht werden können. Somit erhebe ich auch keinerlei Garantieanspruch auf ein bestimmtes Operationsergebnis und akzeptiere das medizinisch machbare Resultat. Sollte das Resultat objektiv nicht befriedigen und sollte eine Verbesserung medizinisch machbar sein, ist ein Korrektureingriff möglich.

Ich bin einverstanden mit der Fotodokumentation des Ausgangsbefundes, und dass mir Medikamente verabreicht werden. Ich bestätige, dass ich zum Zeitpunkt der Operation nicht schwanger bin. Ich verpflichte mich, die Anweisungen für die Zeit nach der Operation (Schonung, Tragen der Kompressionskleidung, Auftragen der Salben, Einnahme der Antibiotika) einzuhalten.

 

Bemerkungen

Bitte lesen Sie diese Vereinbarung aufmerksam durch und fragen Sie uns, wenn etwas unklar ist. Das von Ihnen unterzeichnete Exemplar würden Sie uns bitte anlässlich der Operation mitbringen. Wenn zwischenzeitlich Fragen auftreten, kontaktieren Sie uns bitte.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Operationen mit Implantaten:

 

 

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